IMPACT INVESTING

Investieren für einen guten Zweck
IN DER TRINKWASSERVERSORGUNG

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Impact Investing ist kein Spendenaufruf, sondern die etwas andere Art der Geldanlage. Nicht allein die Rendite steht im Vordergrund, sondern das Verfolgen bestimmter ökologischer und sozialer Ziele.

Impact Investing – eine schnell wachsende Anlageklasse

Ob es darum geht, direkt die dezentrale Trinkwasserversorgung oder die Plastikmüllverwertung in Entwicklungsländern zu unterstützen oder dort Kindern eine Schulausbildung zu ermöglichen - viele Investoren wollen ihr Geld gezielt für eine gute Sache investieren. Der Kreis der Interessenten beschränkt sich dabei nicht nur auf eine kleine Zahl von hoch vermögenden Philanthropen wie Bill Gates oder Warren Buffet, die Stiftungen gründen, um ihr milliardenschweres Vermögen für die gute Sache zu verwenden.
Laut einer Umfrage interessieren sich 15 Millionen Bundesbürger für eine Geldanlage, die neben wirtschaftlichen Zielen auch ökologische und soziale Intensionen verfolgt. Dabei zeichnet sich ein neuer Trend ab, dem auch wir als EWR folgen: Die Direkte Investitionen in Sozialunternehmungen. Diese neue Bewegung macht unter dem Stichwort "Impact Investing" von sich reden. "Die Atomkatastrophe von Fukushima hat bei vielen Menschen noch einmal ein Umdenken ausgelöst und das Interesse an ökologischen und ethischen Geldanlagen verstärkt", sagt beispielsweise Christof Lützel, Pressesprecher der GLS Bank.

Ist Impact Investing nur eine neue Verpackung für nachhaltige Investments? Nein, denn die Wirkung von nachhaltigen Investments ist meist indirekt. Bei einem Impact Investment dagegen steht das direkte Investieren in Sozialunternehmungen im Vordergrund. Während bei nachhaltigen Investments beispielsweise die Vermeidung von CO2-Emissionen oder Kinderarbeit das Ziel ist, will Impact Investing gesellschaftliche Herausforderungen direkt angehen und lösen. Dabei beteiligen sich Investoren an Projekten von sozialmotivierten Unternehmen, die dadurch eine positive gesellschaftliche Wirkung erzielen wollen. Das Spektrum der Aktivitäten ist breit gefächert: Es reicht vom Aufbereiten von Schmutzwasser zu Trinkwasser in Entwicklungsländern über den Bau von Kinderheimen, Waisenhäusern und Schulen bis zur Integration von Behinderten ins Arbeitsleben.
Nach einer Studie von JP Morgan handelt es sich beim Impact Investing nicht um eine Eintagsfliege oder einen Modetrend, sondern um eine neue Anlageklasse. Das Investmentvolumen könnte nach den Prognosen der Studie in den kommenden acht Jahren ein Volumen von bis zu einer Billion Dollar erreichen.

Impact Investing – interessant für Stiftungen

Vor allem für Stiftungen ist Impact Investing interessant: Sie können damit das Kapital direkt in Unternehmen investieren, die dem Stiftungszweck entsprechen.

Auch wir als EWR haben uns der Herausforderung angenommen, wirtschaftliche Ziele mit ökologischen und sozialen Zwecken zu verbinden. In Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern im Bereich der Trinkwasserversorgung und –veredelung kümmern wir uns um die Lösung von zwei Kernproblemen, mit denen die Menschheit auf unserem Planeten mehr und mehr zu kämpfen hat:

  1. Die Versorgung mit gesundem und vor allem bezahlbarem Trinkwasser
  2. Die Entlastung unseres Planeten von dem ständig zunehmenden Plastikmüll, hervorgerufen in erster Linie durch die Getränkeindustrie, seit es die PET-Flasche gibt.

Das Trinkwasserproblem

Wir müssen nicht unbedingt in Nepal oder auf den Philippinen tätig werden. Das Trinkwasserproblem haben wir bereits in unseren eigenen Haushalten. Unsere Wasserwerke in Deutschland geben sich zwar Mühe, sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen, schaffen es jedoch bei Weitem nicht, auch gesundes wasser zu liefern und insbesondere den von der WHO empfohlenen Grenzwert der Schwermetallbelastung auch nur annähernd einzuhalten. Im Jahr 1980 lag dieser noch bei 280 (gemessen in Mikrosiemens). Dann stieg er bis 1990 sukzessive auf 1.000 um dann, bedingt durch die deutsche Einigung, auf 2.000 angehoben zu werden. Heute liegen wir bei sage und schreibe 2.790. Wohl bemerkt: Die WHO gestattet 750 und die EU möchte 400 durchsetzen!

Noch schlimmer sieht es mit dem von den Getränkeherstellern so hoch gepriesenen Mineralwasser aus. Dort sind nämlich noch höhere Grenzwerte zulässig, ganz zu schweigen von der Gesundheitsgefährdung, die die Trinkflasche aus PET als Transportvehikel mit sich bringt.

Neben der Schwermetallbelastung im Trinkwasser sind auch noch die Belastungen durch Uran und Chemikalien sowie die Verkeimung des Wassers zu beachten, die durch den Biofilm entsteht, der sich in den Trinkwasserleitungen in den Gebäuden und an den Zapfstellen bildet. Die Fälle von Legionellen-erkrankungen nehmen zu.

Das Plastikmüllproblem

Seit es die Plastiktrinkflasche gibt, ist der Trinkwasserverkauf durch den Handel weltweit stark gestiegen und damit auch die Plastikmüllberge. Man denke nur an die Umweltkatastrophe in dem Luxus-Urlaubsparadies auf den Malediven, wo dieser Müll einfach angezündet oder im offenen Meer verklappt wird. Dabei handelt es sich hier um energetisch wertvolle Reststoffe. Im Pazifik hat sich mittlerweile ein Plastik-Müllteppich ungeheuren Ausmaßes gebildet, der immer größer wird, und von dem Kleinstteilchen, die sich mit der Zeit bilden, über die Fische in den Nahrungskreislauf gelangen.